Dies ist eine kompakte Übersicht zu Peptide — geschrieben für Leser, die mehr als einen Absatz, aber kein Lehrbuch wollen.
Geprüft am 2026-02-18. Was noch umstritten ist, wird als umstritten gekennzeichnet.
In Deutschland entwickelte sich im Zuge der Aufarbeitung des Nationalsozialismus eine Gegenbewegung gegen die repressive Sexualmoral der früherer Jahrzehnte und die Fortführung der NS-Moral. Diese Kritik traf auch die Kirchen, die ihre traditionelle Moral oft mit dem „gesunden Volksempfinden“ zu untermauern versuchten. Die Sexualmoral der Kirchen wurde als schöpfungsfeindlich und unbiblisch nicht mehr ernst genommen oder der Nähe des Faschismus bezichtigt. Die zweite Frauenbewegung forderte die Selbstbestimmung über die weibliche Sexualität mit dem Recht auf Abtreibung und sie bekämpfte Pornografie und Prostitution als Formen der patriarchalen Unterdrückung der Frauen. Die Antibabypille und die Emanzipation von der traditionellen Moral (sexuelle Revolution) machten Sex ohne Angst vor ungewollter Schwangerschaft für Jugendliche und Erwachsene möglich. Alle diese Faktoren wirkten sich nachhaltig auf die Sexualethik und die Gesetzgebung aus. Die von Autoritäten wie Kirche und Staat bestimmten Regeln wurden durch eine demokratische Verhandlungsmoral (Respekt vor Autonomie, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung) abgelöst. Das Auftreten von AIDS in den 1980er Jahren rückte in der Sexualethik den Aspekt der Verantwortung wieder in den Vordergrund. Weiterhin gibt es mediale Zustimmung für Aufstände gegen die kirchlichen Vorgaben, die oftmals als „veraltet“ angesehen werden. Anfang 2022 outeten sich in einer bundesweiten Aktion 125 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der katholischen Kirche öffentlich und provozierten somit ein Umdenken in der Toleranzpolitik der Kirche.
Quellen: de.wikipedia.org
==== Reaktion der Kirchen auf die Liberalisierung ==== Die katholische Kirche reagierte 1968 auf die Liberalisierung mit der Enzyklika Humanae vitae („Pillenverbot“). Künstliche Empfängnisverhütung widerspricht aus Sicht der Kirche der „personalen Ganzhingabe in der ehelichen Liebe“. Damit verfestigte sie die überkommene Moral und ihre Folgen. Es begann eine innerkirchliche Kontroverse über die katholische Sexualmoral, in der sich namhafte Theologen und Bischöfe gegen die Lehre des Papstes stellten. 1997 bezeichnete Papst Johannes Paul II. das deutsche Abtreibungsrecht als einen „Anschlag auf die Würde des Menschen“. 1998 forderte er, in kirchlichen Beratungsstellen nicht mehr den für eine Abtreibung notwendigen Beratungsschein auszustellen. In der Folge stieg die katholische Kirche aus der Schwangerenkonfliktberatung aus. Katholische Laien gründeten den Verein Donum Vitae, der weiterhin die für eine Abtreibung notwendigen Scheine ausstellt. Mit seiner „Theologie des Leibes“ predigte Papst Johannes Paul II. jedoch einen positiven Blick auf die Sexualität des Menschen. Auch nach der Entdeckung von AIDS rückte das katholische Lehramt nicht vom Kondomverbot ab und sieht in Enthaltsamkeit und ehelicher Treue den besten Schutz vor einer Ansteckung. Entsprechend war in Deutschland im Bistum Fulda in einer Drogeriemarkt-Filiale, die sich in einem der Kirche gehörenden Gebäude befand, noch 2010 der Verkauf von Kondomen (per 'Sittenklausel') untersagt.
Quellen: de.wikipedia.org
Papst Benedikt XVI. stellte allerdings fest, dass der Kondomgebrauch für männliche Prostituierte zum Selbstschutz „ein erster Schritt zu einer Moralisierung sein kann“. Eine vom Vatikan 2013 gestartete Umfrage über Ehe und Familie, zur Vorbereitung für die Bischofssynode im Oktober 2014, kam zu dem Ergebnis: „Die kirchlichen Aussagen zu vorehelichem Geschlechtsverkehr, zur Homosexualität, zu wiederverheirateten Geschiedenen und zur Geburtenregelung, finden bei den Gläubigen kaum Akzeptanz und werden überwiegend ausdrücklich abgelehnt.“ Die evangelische Kirche Deutschlands (EKD) schwenkte 1971 in ihrer „Denkschrift zu Fragen der Sexualethik“ in eine tolerantere Richtung um. Sie betonte eine positive Grundhaltung zur Sexualität und legte Themen wie Masturbation, vorehelichen Geschlechtsverkehr und Empfängnisverhütung in die Gewissensentscheidung der Einzelnen. Die Ehe mit dem Willen „zu lebenslanger Dauer und Ausschließlichkeit der Geschlechtsgemeinschaft“ steht aber ohne Frage im Zentrum der sexualethischen Überlegungen. Die verantwortliche Sexualität wird auch in einer Stellungnahme der EKD von 1988 zur AIDS-Problematik betont. Ein für 2014 geplantes Papier der EKD zur Sexualethik, das auf „die gelebte christliche Realität“ eingeht und die lebenslange Ehe nicht mehr als einzige Form von Familie, die „auf den Segen Gottes hoffen kann“, bezeichnet, wurde wegen massiver Kritik von konservativer Seite nicht veröffentlicht.
Quellen: de.wikipedia.org
=== Gegenwart === In der Gegenwart hat die fortschreitende Säkularisierung der westlichen Welt und der kulturelle Pluralismus die Kirchen als Moralinstanzen in den Hintergrund gedrängt. Die gesellschaftlichen Umstände,
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Peptide wird hier aus öffentlich zugänglicher Fachliteratur zusammengefasst: Definition, Einordnung und die Punkte, die in der Praxis wiederkehren. Angaben ohne Gewähr, keine medizinische Beratung.
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